22. Juni 2010

Schwarz, Rot, Gold

Farben, die man zurzeit an jeder Ecke beobachten kann. Flaggen wehen an fast jedem Auto und schmücken die Fenster der Häuser. Ein Sportereignis schafft es, in den Menschen ein Gefühl zu wecken, das in einem Land wie Deutschland üblicherweise wenig bis gar nicht zu beobachten ist. Sie fühlen sich verbunden mit ihrer Mannschaft und legen jegliche Hemmungen ab, dieses Gefühl durch das Tragen der deutschen Farben und das Schwenken der Nationalflagge auch zu zeigen, ich möchte fast sagen, zu leben.
Auch ich persönlich empfinde diese Atmosphäre als sehr wohltuend, es zeigt Zusammenhalt, Zugehörigkeit, vielleicht sogar ein wenig Stolz. Warum sollte es das auch nicht?
Schade ist allerdings, zu wissen, dass das alles in spätestens zweieinhalb Wochen wieder vorbei sein wird. Denn die Deutschen sind beileibe kein Volk, das einfach so seine Flagge vor das Fenster hängt. Die Vergangenheit scheint doch ein Gefühl der Angst mit sich zu bringen. Angst davor, beschimpft zu werden, vielleicht als Faschist, oder Nazi, wobei das eine mit dem anderen nichts zu tun hat.
Es gibt durchaus Situationen, in denen man von kleinen pubertierenden Möchtegern-Autonomen angequatscht wird und sich rechtfertigen muss, warum man einfach so eine Flagge am Fenster zu hängen hat. Was es denn gibt, worauf man in diesem Land stolz sein könnte. Und entsprechend wird sich natürlich auch verhalten. Prügel wird angedroht, es wird rumgepöbelt: „Bäääh, scheiß Polizeistaat...“. Naja was soll ich sagen, die Argumentation ist ziemlich flach und haltlos. Aber immer ganz vorn mit dabei, wenn es darum geht, vom Staat was zu bekommen. Sonst wird alles gehasst, was Deutsch ist.
Ich bin einfach der Meinung, dass der Großteil der deutschen Bevölkerung, abgesehen von den beiden extremen Randgruppierungen, durchaus einen gewissen Stolz haben sollte und ihn dann vor allem auch leben sollte. So wenig gelebter Nationalstolz findet sich sonst in keinem anderen Land. Wenn man zum Beispiel mal nach Dänemark schaut, da hängen Wimpel und wehen Flaggen in Gärten, an Fenstern und überall, ohne dass es irgendeinen besonderen Grund gibt. Warum geht das in Deutschland nicht?
Natürlich ist nicht immer alles in Ordnung. Es gibt viele Probleme, Dinge auf die man nicht stolz sein kann, aber die gibt es überall, egal wohin man schaut. Das hat aber nichts mit der Liebe zum eigenen Heimatland zu tun. Das vermisse ich bei den Deutschen.
Und ich werde mir nichts einreden lassen und zurückziehen, nur weil so ein kleiner Idiot meint, ich müsste mich schämen, die deutschen Farben zu tragen und zu zeigen. Zu solchen Leuten kann ich nur sagen:

„Wenn es euch hier nicht gefällt, verpisst euch doch!!!“

Und an alle anderen: “Die Vergangenheit lässt sich nicht wegzaubern. Sie wird immer ein Teil Deutschlands sein. Auch wird es immer Probleme und Entscheidungen geben, gerade in politischer Hinsicht, mit denen nicht alle einverstanden sind. Aber nehmt eure rosarote Brille ab. Es ist genauso falsch, sich davor zu verstecken und sich dafür zu schämen, dass man ein deutscher Staatsbürger ist. Steht endlich auf und zeigt wer ihr seid und wofür ihr steht. Wenn euch euer Land etwas bedeutet, dann kämpft dafür. Gegen Nationalsozialisten und Linksautonome, sie sind das Geschwür unseres Landes.“

In diesem Sinne

12. Juni 2010

Oha...

… es ist ja wirklich schon lange her, dass ich mal was zum Besten gegeben habe. Dabei gibt’s doch zu Zeiten von Sparpaket, WM und Bachelorarbeit so viel zu erzählen. Nein nein, das wäre gelogen. Zu letzterem hab ich eigentlich nicht viel zu sagen, denn leider muss ich auf den Beginn noch warten, also dazu gibt’s bestimmt später mehr. Noch muss ich euch vertrösten.
Aber bis dahin vertreib ich mir die Zeit hauptsächlich mit arbeiten, Erfahrung sammeln, ein paar Groschen verdienen. Man tut was man kann, um so ein paar Glanzlichter in seinem Lebenslauf unterzubringen, was natürlich nicht heißen soll, dass meiner perfekt ist *hust*. Aber nach dem was ich so höre und lese, wäre es wohl besser, möglichst viele Punkte zu sammeln, um nach dem Abschluss schnell einen guten Job zu finden. Denn jenen, denen das nicht gelingt, wird wohl wieder richtig tief in die Tasche gegriffen. Es gibt Schulden abzubauen und da muss jeder mit anpacken, also die die Zeit haben, quasi die Arbeitslosen. Oh man, wieder müssen die geben, die eh nichts haben. Aber was soll man machen. Die Mehrheit der deutschen Staatsbürger wollte es so. Und die Rechnung wird umgehend präsentiert. Klar gibt es einige Punkte, die gut klingen. Zu nennen wären die geplanten Abgaben bei den Energiekonzernen. Aber mal ganz im Ernst. Es glaubt doch wohl niemand, dass diese Rechnung im Endeffekt nicht auch wieder bei den Kunden landet, also auch beim kleinen Mann. Ich bin wirklich mal gespannt, wie lange dieses System so noch funktioniert. Aber so lange wie sich niemand beschwert…
Bundeswehr ist ein guter Ansatz. Was da an Geld verbraten wird. Aber ich finde der Ansatz ist noch nicht konsequent genug. Eine Reduzierung um 40.000 Soldaten auf 210.000 finde ich eigentlich mehr wie gewollt und nicht gekonnt. Um einen Knopf zu drücken reicht eigentlich einer. Was macht denn der Rest? Außer Flurschäden in der Lüneburger Heide zu verursachen. Gut wir werden ab und an mal gerufen. Wenn andere was verbockt haben, siehe Afghanistan.
Naja, trübe Zeiten, aber wir haben sie gewählt. Wie hat Volker Pispers schon gesagt: „Das haben wir so bestellt, das wird jetzt so gegessen.“ Richtig.
Wenigstens hat die WM endlich angefangen. Ein bisschen Ablenkung vom Alltag, Spannung und ein paar Gründe, um mal zu lachen. Zum Beispiel wenn man beobachtet, wie ein Keeper einen gehaltenen Ball noch ins eigene Tor schmeißt, hehe. Mir gefällt‘s, aber es mag ja jeder was anderes.

Nun denn, erstmal wieder genug gezählt. Lasst die Köpfe nicht hängen und denkt immer daran:

„Alles hat irgendwann ein Ende…“